re:publica Chillout Grillen

Nach drei Tagen re:publica und langem Ausschlafen gibts am Samstag der Chillout Grillen im Botschaftsgarten. Wer mag, kommt einfach. Ich stell die Grills, Holzkohle, Tische, Stühle, Bänke und fünf Liegestühle (wer zuerst kommt …). Los gehts so ab 16:00.

Ihr bringt Euch einfach das mit, was Ihr essen und trinken wollt. Lagerfeuerchen können wir auch noch machen.

Ach ja: Der Garten hat einen Sandkasten und ein Baumhaus und auch sonst viel Platz für Kinder. Nur Angst vor Hunden sollte man nicht haben, da auch ein behäbiger Neufundländer dort rumliegt.

Die genaue Adresse steht im Impressum.

Nur so ein Gedanke zum Büchermarkt der Zukunft

Ich versuch mich jetzt mal als Prophet. Wer wirklich wissen will, wohin sich der Büchermarkt und Verlage entwickeln werden, sollte (natur-)wissenschaftliche Fachverlage im Auge behalten.

Warum?

Die sind schon seit Jahren enorm starken Konkurrenzdruck seitens Internetpublishing Angeboten ausgesetzt. Wissenschaftler umgehen die zum Teil horrend Teuren Abo Gebühren für Fachzeitschriften, indem sie eigene, kostenlose eZines veröffentlichen. Viele Wissenschaftler machen zudem auch alle Forschungsergebnisse öffentlich im Netz zugänglich. Fachverlage sind nicht mehr automatisch Gatekeeper für das Wissen einer Disziplin.

Auf der anderen Seite, haben die Fachverlage ein Pfund, mit dem sie wuchern können. Ihre Zielgruppen sind klar definiert. Das Publikum ist engagiert und bestens vernetzt – oder anders gesagt: eine aktive, lebendige Community.

Wer die Bedürfnisse, Wünsche oder einfach nur Erwartungen seiner Community erfüllen kann, hat beste Vorraussetzungen, diese als loyale Kunden zu gewinnen und zu halten. Erfolgreiche Strategien in diesem Markt werden sich auch auf den allgemeinen Markt für Bücher übertragen lassen, wenn man zum Beispiel Teilchenphysiker durch Harry-Potter-, Thomas-Pynchon oder Dietmar-Dath-Leser ersetzt. Gemeinsames Interesse, sich auszutauschen und über den Austausch einen persönlichen Mehrwert über das Gelesene heraus zu erzielen ist in allen Fällen da.

Wer wie die literarischen Verlage es jetzt tun, vor allem nach Schutz für das Copyright ruft, sich um Buchpreisbindung und sorgt und seinen eigenen walled-garden nicht öffnet, wird bald das erleben, was die Musikindustrie immer noch nicht hinter sich hat. Die Verlage verpassen grade, dass Amazon mit dem Kindle und der dahintersteckenden, iPod & iTunes-artigen Vertriebsstruktur sich als Meta-Verlag positioniert. Statt zu versuchen eigene, proprietäre Vertriebswege – möglichst noch verlagsspezifisch – zu etablieren, sollten die literarischen Verlage ihre Kunden ernst nehmen, die einfachen Zugang zu eBooks ohne DRM wünschen und zurecht einen realistischen Preisnachlass für die elektronische Distribution erwarten.

Erfolgreich, sowohl von der Reichweite/Auflage und auch wirtschaftlich kann es nur dann werden, wenn dazu neue Features und Angebote für die Leser-Communities werden.

Der CEO als trojanisches Pferd

“Your CEO buys an iPhone. What is your next move?” fragte VoWe schon vor fast genau einem Jahr. Damals zielte die Frage auf die damals mangelnde Unterstützun für Enterprise Communication Software (Exchange, Notes) ab. Exchange Unterstützung kommt aufs iPhone, über Notes Clients wird gemunkelt. Also hat die Frage im ursprünglichen Sinn viel von ihrer Brisanz verloren.

Viel interessanter finde ich die Auswirkung die eine umfassende iPhone Adaption auf Entscheideretagen auf die Entwicklung von Websites haben wird. Warum? Kleiner Sprung zurück:

Anfang der 2000er war Netscape zwar im Browser Krieg geschlagen, hatte aber noch wehrhafte Bastionen in den IT Abteilungen. In vielen Unternehmen waren noch in 2001/2002 Netscape in den Versionen 4 oder 4.5 die Standardbrowser (konkret hatten wir sogar einen Kunden mit Netscape 3 als Browser für die Mitarbeiter) obwohl der IE damals wesentlich eleganter in der Benutzung war und Webentwicklern mehr Möglichkeiten bot. (Die Frage der Standards mal außen vor gelassen).

Webentwickler programmierten in erster Linie für den IE. Von Unternehmensseite war aber volle Kompatibilität mit Netscape noch eine Standardanforderung, auch wenn Traffic Analysen auf ihren Websites Netscape Browser damals schon im einstelligen Prozentbereich ansiedelten.

Da aber auf Unternehmensseite – also auch auf den PCs der Vorstände – Netscape installiert war, mussten alle Websites auch auf diesen Browser hin optimiert werden – zumindest solange, biss sich die IT dazu durchrang, IE als Standardbrowser im Unternehmen zu installieren.

Soweit der Rückblick

Jetzt kommt das iPhone ins Spiel. Mit Exchange Unterstützung, VPN und weiteren sicherheitstechnischen Features wird das iPhone mehr und mehr auch in Chefetagen eingesetzt werden. Und die Chefs werden fordern, dass die Website des eigenen Unternehmens gefälligst anständig auf dem iPhone dargestellt wird.

Safari und die WebKit Rendering Engine wird so über das trojanische Pferd des CEO iPhones zu einer wichtige Zielplattform in der Webentwicklung werden. Wichtiger, als es der jetzige WebKit Marktanteil rein nach Zahlen vermuten ließe. Dazu kommt, dass WebKit nicht nur im iPhone, sondern auch im Browser der Symbian Geräte zum Einsatz kommt – zukünftig auch als Rendering Engine der Google Android Plattform. WebKit ist auf dem besten Wege, der Standard beim mobilen Browsen zu werden.

Worauf ich hinaus will?

Kurzfristig wird Webdevelopment für WebKit zu Standard Anforderungen von Unternehmensseite werden (sicher zuerst in den Staaten, aber bald auch in Europa). Mittelfristig wird die Apple Strategie, mit WebKit den mobilen Markt auzurollen dazu führen, dass Safari Browser aus ihrer jetzigen Nischenposition zu einem nicht mehr zu ignorierenden Mitbewerber von IE und Mozilla werden. Wer jetzt fürs Web entwickelt tut gut daran, sich intensiv mit der WebKit Engine auseinanderzusetzen.

[Update]Den Artikel hatte ich heute morgen angefangen und erst einmal als Entwurf gespeichert, inzwischen – und schon wieder bei VoWe – kann man Folgendes lesen:

Ein befreundeter Bank-Vostand hat mir erzählt, er werde sich jetzt ein iPhone kaufen. Blackberry will er nicht. Da ich zufällig weiß, dass die Bank Notes nutzt, habe ich noch mal nachgehakt. Er meinte, das “Rechenzentrum” würde das ab August unterstützen.

Kundenvergraulen leicht gemacht

Nach siebeneinhalb Jahren mit dem selben Gestell auf der Nase dachte ich, ich könnte mir mal wieder eine neue Brille leisten. Natürlich schau ich auch im Internet nach Brillen. Da gibt es zum Beispiel ic! berlin, die wirklich schicke Brillen machen. Die Website leidet leider unter so manchen Designer-Krankheiten, Flash, zoomt das Browserfenster auf volle Bildschirmgröße und spielt ungefragt Musik. Die lässt sich zwar ausschalten, aber leider gilt das nicht für die anderen Soundeffekte.

Brillen sind nicht nur Sehhilfen im medizinischen Sinne, sondern natürlich auch modische Accesoires. Klar, dass man sich die dann gerne etwas größer ansehen will. Eine Vergrößerungsfunktion fürs Produktbild fehlt aber leider. Manche Brillen gibts in verschiedenen Farben, die werden aber nur im Thumbnail angezeigt – wirklich beurteilen kann man das da nicht.

Also lieber mal einen Händler suchen, bei dem man sich die Brillen in echt ansehen kann. Aber da ist der Händlerfinder vor. So etwas gibt es auf der Website, aber eine Händlerliste gibt es nicht. Um einen Händler zu finden, muss ich meine E-Mail Adresse eingeben. Hallo? Ich will was kaufen – warum soll ich meine E-Mail Adresse rausrücken, nur um einen Händler zu finden. Der Hammer kommt aber erst danach: Ich bekomme zu meiner PLZ genau einen Händler genannt. Will ich mehr Händleradressen, muss ich eine neue PLZ auswählen. Das darf ich aber nur drei mal machen, danach wird meine E-Mail Adresse für ein paar Tage gesperrt.

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Hey, Berlin ist eine große Stadt, woher wollt Ihr wissen, welcher Händler für mich auf meinem Arbeitsweg am besten zu erreichen ist. Könntet Ihr mir nicht einfach eine Händlerliste für meine Stadt anzeigen? Ich komm mir doch als Kunde verarscht vor, wenn ich Händleradresse nur in Homöopathischen Dosen genannt bekomme. Außerdem hätte ich natürlich auch gerne gewusst, ob die Händler immer das ganze Programm oder nur eine Auswahl haben. Wär doch auch nett zu wissen und fast sowas wie Kundenservice – aber das wär für eine Berliner Firma ja irgendwie uncool.

Update – ein Tag später

Der erste Optiker den mir ic! berlin als Händler genannt hat, ist dabei deren Brillen aus dem Programm zu nehmen. Der zweite hatte das Modell für das ich mich interessiere nicht auf Lager, gab mir aber den Tipp, es doch im Showroom von ic! Berlin zu versuche. Dort bin ich dann sehr nett bedient worden und werd mir wohl trotz der miesen Website eine ihrer Brillen kaufen.

re:publica 08 – Follower Fazit

republica08-5859.jpgUnd so sieht das MacBook nach der Re:publica 08 aus. Leider habe ich es nicht geschafft, mit allen Followers die Sticker zu tauschen, auch sind während den drei Tagen re:publica gut 30 neue Follower hinzu gekommen. Schön wäre es jetzt, wenn es auf den nächsten Barcamps und Events wie der Next08 auch wieder Gelegenheit zum Stickertausch gäbe.

re:publica 08 – Follow Me

republica08-5808.jpgWorum gehts hier? Die Twitter-Verweigerer sind auf der re:publica wohl in der Minderheit, massenweise tauchen kleine Sticker auf den Klemmbrettern und Laptops auf und werden fleißig getauscht. Trotzdem werde ich es wohl nicht schaffen, alle meine Followees oder alle Follower zu treffen und Sticker zu tauschen. Aber über die nächsten beiden Tage werden sich die Sticker sicher noch vermehren.

re:publica 08 – eingecheckt und hungrig

Hab schon vor Beginn der Konferenz den ersten Fehler gemacht: Ich hätte mir ein Brötchen kaufen sollen. Hier gibts nur Kaffee und andere Getränke, nix zu Essen. Die Kalkscheuner hätten mit ein paar Backwaren heute ein nettes Zusatzgeschäft machen können. Ich werd mal probieren, ob es gegenüber was zum frühstücken gibt.

Twitter is killing my blog

Nein, natürlich macht Twitter nicht mein Blog kaputt. Ich mach mein Blog selber kaputt, weil ich keine Einträge schreibe. Und warum schreibe ich keine Einträge`Weil ich twittere. Viele kleine Beobachtungen im Netz, interessante Links, Tipps oder einfach Neuigkeiten die ich finde, publiziere ich nicht hier im Blog. Der Aufwand dafür einen, wenn auch nur kleinen Blogartikel zu schreiben ist mir inzwischen zu hoch.

Fast immer wenn ich online bin, ist auch Twitterific offen – immer noch mein Lieblings Twitter Client auf dem Mac. Der Link wird einfach ins Twitterific Fenster kopiert, zusammen mit einem kurzen Kommentar und ein Klick später steht er im Web und wird von meinen Followern gelesen und oft auch kommentiert.

Das Prinzip, in 140 Zeichen kurz zu sagen was man grade macht, beschleunigt die Interaktion mit meinen Kontakten im netz ungemein. Seit etwa sechs Monate twittere ich intensiv. In dieser Zeit habe ich über 1.400 tweets geposted – die Anzahl der Blogartikel im selben Zeitraum kann der geneigte Leser hier selber nachzählen, zwei Hände voll Finger sollten reichen.

Und noch mal nein, mein Blog stirbt natürlich nicht – ich muss mir nur besser überlegen, über was ich hier eigentlich schreiben will.

PDF Files mit Bordmitteln kleinrechnen

Den Tipp kannte ich noch nicht: Im Print Dialog die “Colour Sync” Optionen auswählen und im DropDown Menü “Quartz Filter” die Option “Reduce File Size” auswählen.

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Im Apple Quick Tipp Video wird ein ursprüngliches 5,3 MB PDF einer Keynote Präsi auf 513 KB runtergerechnet.

Update für Leopard User:

In Mac OS 10.5 (Leopard) gibt es die Option “Colour Sync” im Print-Dialog nicht mehr. Die PDF-komprimieren Funktion lässt sich aber mit diesem kleinen Automator Workflow leicht nachrüsten. Die Option “Compress PDF” findet sich dann bei allen anderen PDF Workflows nach Klick auf den “PDF” Button im Print-Dialog.

via Daring Fireball

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Kleiner Tipp für den Spiegel

Nachdem der Vetrag von Stefan Aust nicht verlängert wurde, wird nun ein Nachfolger gesucht. Ein möglicher Kandidat ist wohl Gabor Steingart, der das Spiegel Büro in NewYork leitet, aber kürzlich erst bei der Wahl zur Geschäftsführung der Mitarbeiter KG durchgefallen ist.Picture 6.png

Trotzdem könnte sich Steingart als die kosten-günstigste Lösung entpuppen, glaubt man der kontextsensitiven Werbeeinblendung im Tagesspiegel.